Houston, wir haben kein Problem

Mitte Oktober ging es endlich in die Staaten. Im Zuge des Masterprogramm gibt es jährlich im Wintersemester das STAR-Design Projekt. In Kooperation mit der NASA wird erforscht, wie wir in den kommenden Jahren zum Mars und Mond reisen, dort leben und wohnen.
Im Austausch mit NASA Mitarbeitern in Houston, Touren durch das Johnson Space-Center, Gespräche mit Astronauten und Vorträgen in der Uni Houston zu Space Architecture hatten wir ein ein überaus spannendes und abwechslungsreiches Programm. Das Wochenende dazwischen konnte für einen Kurztrip nach New Orleans genutzt werden, der Wiege des Jazz am Ufer des Mississippi.
Die zweite Woche wurde mit einer Präsentation und Diskussionsrunde abgeschlossen. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, nochmal Kontakte zu den Einrichtungen und Mitarbeitern der NASA zu knüpfen, welche für unser Projekt relevant sind.
Ich selbst beschäftige mich in diesem Projekt mit dem Wohlbefinden auf Raumschiffen. Wenn wir in Zukunft beispielsweise 1,5 Jahre zum Mars reisen, ist der Alltag auf einem solchen Schiff ähnlich dem eines U-Bootes: Es gibt keinen Tag-Nacht-Wechsel, es besteht generell sehr wenig Platz, sodass alle Räumlichkeiten geteilt werden müssen. Ziel ist es daher einen privaten Rückzugsort zu generieren, der zwar mit anderen geteilt wird, jedoch nicht danach aussieht: SPS – Share Private Space, wie ich es nenne. Da man sich zusätzlich in der Schwerelosigkeit befindet, bietet diese Raumgestaltung nahezu grenzenlose Möglichkeiten. Nun gilt es also, bis zum Ende des Semesters die Optimalste dieser Möglichkeiten zu finden.

Zusammengefasst war die Zeit in den USA mehr als eindrucksvoll. Es hat uns als Semester näher zusammen gerückt, die Erfahrungen und Inspiration bei der NASA waren eine einmalige Gelegenheit und schliesslich Texas, der wohl klischeehafteste Staat der USA. Durch das Stipendium wurden mir diese Möglichkeiten gegeben, die ich sonst wohl hätte nie wahrnehmen können. Und darüber bin ich sehr dankbar.

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